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05.10.2019 Samstag  Mittelfränkische Katastrophenschutzübung - Marktbreit unter Wasser

Unter dem Arbeitstitel „Franken Traube“ fand am Samstag, den 05.10.2019 die jährliche Katastrophenschutzübung der zwei mittelfränkischen Wasserrettungszüge in der Stadt Marktbreit am Main statt.


Bereits einige Tage vorher wurden die Wasserrettungseinheiten per Lagemeldungen über die Situation sowie die Wetterbedingungen im Landkreis Kitzingen informiert. Am Donnerstag Mittag war abzusehen, dass aufgrund der stark anhaltenden Regenfälle ein (fiktiver) Katastrophenschutzeinsatz im Maingebiet wahrscheinlich ist. Gegen Freitagmittag erhielten die Einheiten die Bestätigung der Katastrophenlage sowie den Marschbefehl zu einem Einsatz in der Stadt Marktbreit.


Mittels einem Marschverband „Nord“ (Einheiten aus Dechsendorf, Erlangen, Fürth und Nürnberg) und einem Marschverband „Süd“ (Einheiten aus Ansbach, Pleinfeld, Weißenburg) machten sich die Wasserrettungskomponenten auf den Weg in das Schadensgebiet. In einem Industriegebiet nahe Marktbreit trafen die Marschverbände aufeinander und sortierten die 18 Fahrzeuge in die vorgesehene Zugaufstellung Mittelfranken I und II.


Die anschließend eintreffenden Einsatzaufträge stellten eine klassische „Ein-Zug-Lage“ dar in der jeder Zug für sich das Übungsgebiet entdeckte, ein Firmengelände der Firma Knauf Gips mit direktem Zugang zum Main und Bootsanlegern. Während ein Zug mit seinen Tauchkomponenten Arbeiten unter Wasser vornahm und die Bootseinheiten verschiedene Materialtransporte mit erschwerten Sichtbedingungen durchführten, übernahm der zweite Zug die Evakuierung von Anwohnern aus dem Schadensgebiet.


Die relativ neu in die Züge integrierten Transport- und Logistik-Komponenten wurden mit der Organisation der Verpflegung der Einheiten beauftragt.


Durch eine eingespielte Verschärfung der örtlichen Situation wurde die Übung nach der Mittagspause in eine Zwei-Zug-Lage umdisponiert, so dass beide Zugführer eng zusammen arbeiten mussten. Durch die Tauchkomponenten wurden Einsatzaufträge wie eine Vermisstensuche unter Wasser oder die Dokumentation von Unterwasserbauwerken abgearbeitet. Währenddessen absolvierten die Bootstrupps erneut verschiedene Materialtransporte sowie die Evakuierung von Anwohnern aus Höhe, sprich von einem Balkon mittels Leiter.

Zuerst mussten jedoch die Motorrettungsboote Kategorie II mittels Krananlage zu Wasser gelassen werden, eine nicht alltägliche Erfahrung für alle Einsatzkräfte.


Da sich die Lage gegen Spätnachmittag wieder entschärfte und die angekündigten (fiktiven) Auswirkungen einer Main-Flutwelle ausblieben, wurde der Katastrophenalarm im Landkreis Kitzingen aufgehoben und unsere Wasserrettungseinheiten nach einem gemeinsamen Abendessen zur Heimatrückfahrt entlassen.


Die Übungsleitung blickt auf einen sehr ereignisreichen Tag ohne größere Komplikationen zurück und freut sich über die gute Zusammenarbeit der einzelnen Komponenten.


Unser Dank geht an die Stadt Marktbreit, an die Firma Knauf Gips für die Nutzung des Firmengeländes, an die Firma Bavaria Yachtbau für die Nutzung der Krananlage sowie die Zimmerei Haag für die Nutzung des Firmengeländes.

Von: Stefanie Haberl

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